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Am 15. Dezember 2023 feierte die Winter Stiftung für Rechte der Natur in einer offiziellen Auftaktveranstaltung im Gästehaus der Universität Hamburg ihre Gründung. Dr. Georg Winter, Unternehmer und Pionier der umweltorientierten Unternehmensführung, gründete 2022 die nach ihm benannte Stiftung für Rechte der Natur mit dem Ziel, die wissenschaftlichen und praktischen Bemühungen um eine Ausstattung der Natur mit eigenen Rechten zu fördern. Seit vielen Jahren setzt sich der Stifter dafür ein, das Verhältnis von Mensch und Natur auch in rechtlicher Hinsicht grundlegend zu verändern und auf diese Weise der fortschreitenden Naturzerstörung auf der Welt Einhalt zu gebieten. Inzwischen hat dieser Gedanke auf der ganzen Welt Unterstützer gefunden. Vor allem in den Ländern Südamerikas, aber auch darüber hinaus hat das Konzept Eingang in die nationalen Rechtsordnungen gefunden.

An der Auftaktveranstaltung nahmen etwa 85 Personen aus Wissenschaft, Gesellschaft, Justiz und Anwaltschaft teil.

Am 15. Dezember 2023, 16:00 Uhr lädt die Winter Stiftung für Rechte der Natur ein zu Ihrer Auftaktveranstaltung im Gästehaus der Universität Hamburg. Prof. Jochen Sohnle, Université Lorraine, Nancy, Frankreich hält einen Vortrag zu dem Thema "Die Rechte der Natur im Angesicht des Klimawandels". Auf dem Podium diskutieren Frau Jula Zenetti (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig), Herr Prof. Gerd Winter (Universität Bremen) und Herr Prof. Jochen Sohnle (Universit´t Lorraine, Nancy, Frankreich). Dr. Roda Verheyen (Vorständin der Winter Stiftung für Rechte der Natur, Rechtsanwälte Günther, Hamburg) moderiert das Gespräch und die Diskussion mit den Gästen zu dem Thema "Rechte der Natur - Konzepte und Entwicklungen". Wir freuen uns auf einen regen Austausch und die Fortentwicklung des Konzeptes in Anwesenheit des Stifters Dr. Georg Winter, des Vorstandes der Winter Stiftung für Rechte der Natur und vieler Experten auf dem Fachgebiet.

Die Winter Stiftung für Rechte der Natur fördert 2023 den Dialog zur rechtlichen Umsetzung des Konzeptes der Erdtreuhandschaft im Rahmen des Earth Trusteeship Dialogue an der Chulalongkorn University, Bangkok, 27.-29. April 2023. Das Thema der Konferenz 2023:
Nature Rights: The Commons for Eco-Peace
Plakat
Programm

Der Earth Trusteeship Dialogue ist ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung der Zivilgesellschaft auf den UN Summit of the Future, September 2024, New York.
Das Ziel dieser Konferenz ist es, das Konzept der Erdtreuhandschaft inhaltlich und rechtlich weiterzuentwickeln, um es wirksam in die Verhandlungen auf dem Zukunftsgipfel einbringen zu können. Damit trägt die Veranstaltung bei zur Implementierung der Haager Grundsätze.


Präsentiert wird auf der Konferenz die Neuerscheinung der Publikation:
Reflections on Earth Trusteeship. Mother Earth and a new 21st-century governance paradigm.
Justin Sobion (Ed.) and Hans van Willenswaard (Ed.) et al.
Publishers: INI Books

30 Juristinnen und Juristen aus Wissenschaft, Praxis und Studium diskutierten vier Tage lang über die sozial-ökologische Transformation und das Recht. Die Winter Stiftung für Rechte der Natur förderte u.a. das transdisziplinäre Bildungs- und Forschungswochenende vom 28.10. bis 31.10.2022 in Hessen, im Flensunger Hof.
Ob Klimawandel, gesellschaftliche Polarisierung, Biodiversitätsverlust oder die zunehmende Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Pandemien: Multiple soziale und ökologische Krisen der Gegenwart machen deutlich, dass ein "Weiter-wie-bisher" an vielen Stellen keine Option ist.
Tiefgreifende Wandlungsprozesse in der Art des Wirtschaftens, in unseren alltäglichen Routinen, im gesellschaftlichen Naturverhältnis und Weiterem – sprich: sozial-ökologische Transformationen – sind notwendig. Trotz zunehmender Proteste, Streiks und anderer aktivistischer Formate kommt der gesellschaftliche Wandel zu langsam voran. In den letzten Jahren ist, zum Beispiel im Rahmen von Klimaklagen, zunehmend das Recht als "Transformationshoffnung" in Erscheinung getreten.
Inwiefern ist diese Hoffnung berechtigt? Und was bedeutet diese neue gesellschaftliche Rolle des Rechts für Aktivismus, Rechtswissenschaft und -praxis?
Die Trägerschaft für das Seminar übernahm Green Legal Impact. Auf https://www.greenlegal.eu/veranstaltungen/.

Stiftungsziel: Weiterentwicklung der Rechtsordnung, Schutz von Pflanzen und Tieren und Erhalt der Biodiversität

Die neu gegründete „Winter Stiftung für Rechte der Natur“ fördert dauerhaft das Engagement für eine umweltgerechte Weiterentwicklung der Rechtsordnung mit dem Ziel eines besseren Schutzes von Pflanzen und Tieren. Sie zielt auf Erhaltung der Biodiversität ab.

Der Stifter Dr. Georg Winter (Unternehmer, Jurist, Umweltpionier, Träger des Deutschen Umweltpreises) überführt das HAUS DER ZUKUNFT in Hamburg (www.haus-der-zukunft-hamburg.de) aus seinem Familieneigentum in das Stiftungsvermögen. Auf diese Weise ist sowohl die Zukunft des Hauses als Kompetenzzentrum für Umwelt und Wirtschaft sichergestellt als auch die dauerhafte Finanzierung des Stiftungszweckes möglich.

Der Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf den Gebieten des Umweltrechts, insbesondere mit dem Ziel, Bedeutung und Status der Natur und ihrer Bestandteile in der Rechtsordnung zu verbessern.

Dr. Georg Winter: "Rechtsordnungen müssen auch der Natur die zu ihrem Schutz erforderlichen Rechtspositionen einräumen."

Hierzu erklärt der Stifter Dr. Georg Winter :"Ich habe mich entschlossen, eine Stiftung ins Leben zu rufen, deren Ziel es ist, auf die Schaffung der erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen und deren verantwortungsvolle und rechtsgetreue Umsetzung im Interesse der Nachhaltigkeit Einfluss zu nehmen. Denn ich bin davon überzeugt, dass Rechtsordnungen nicht nur den Menschen, sondern auch der Natur - d.h. Pflanzen, Tieren und Biotopen - die zu ihrem Schutz erforderlichen Rechtspositionen einräumen müssen und dass verfassungsrechtliche Vorkehrungen zu ihrer wirksamen Durchsetzung erforderlich sind."

Zu den Stiftungszwecken gehört u.a. die finanzielle Förderung oder Auszeichnung rechtswissenschaftlicher Arbeiten und Vorhaben, die einen Fortschritt für den Pflanzen-, Tier-, Arten- und Biotopschutz – bewirken können. Gefördert werden u.a. auch juristisch fundierte mediale Beiträge zu Brennpunkten der umweltpolitischen Entwicklung. Berücksichtigt werden dabei außerdem investigativer Einsatz und Zivilcourage.

Der Vorstand entscheidet über das Setzen von Schwerpunkten der Förderung, die Konkretisierung einzelner Förderleitlinien sowie über die zu fördernden Projekte.

Der Vorstand besteht aus im Umweltrecht besonders ausgewiesenen Juristinnen und Juristen

In den Vorstand der "Winter Stiftung für Rechte der Natur" berief der Stifter, der selbst die Aufgaben des Stellvertretenden Vorsitzenden übernommen hat, im Umweltrecht besonders ausgewiesene Juristinnen und Juristen: Den Vorstandsvorsitz der Stiftung übernimmt Prof. Dr. Ulrich Ramsauer (Rechtsanwalt). Weitere Vorstandsmitglieder sind: Prof. Dr. Ivo Appel (Universität Hamburg), Prof. Dr. Sabine Schlacke (Universität Greifswald), Dr. Roda Verheyen (Rechtsanwältin).

Mit der Stiftung wird das Lebenswerk des Umweltpioniers Dr. Georg Winter fortgeführt

Der Stifter Dr. Georg Winter sichert mit der Gründung der Winter Stiftung für Rechte der Natur die Fortführung seines Lebenswerkes. Seit seiner frühen Jugend setzt er sich für den Schutz der Umwelt ein. Er entwickelte und praktizierte ab 1972 das erste Integrierte System umweltbewusster Unternehmensführung und sorgte für dessen nationale und internationale Verbreitung. Zu diesem Zweck initiierte er u.a.1984 den Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e.V.) und 1991 das International Network for Environmental Management (INEM e.V.). Sein Konzept der umweltbewussten Unternehmensführung (Winter-Modell) wurde von der Europäischen Union empfohlen und fand Eingang in deren einschlägige Normungs- und Zertifizierungssysteme. Dr. Georg Winter erhielt 1995 den Deutschen Umweltpreis.

1998 gründete Dr. Georg Winter in der Osterstraße 58 - am ursprünglichen Stammsitz (seit 1872) der Winter-Gruppe - das HAUS DER ZUKUNFT, heute ein bekanntes Kompetenzzentrum für Wirtschaft und Umwelt. Das baubiologisch optimierte Verwaltungsgebäude beherbergt u.a. eine branchenübergreifende Standortgemeinschaft von fast 30 Firmen und Verbänden, die Synergien nutzen und nachhaltige Lösungen für Wirtschaftspraxis und Gesellschaft erarbeiten.

2008 startete Dr. Georg Winter die Initiative Rechte der Natur. Sie trug dazu bei, den Gedanken der Rechte der Natur in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu verbreiten (www.rechte-der-natur.de).

Offizielle Gründungsveranstaltung für den Herbst diesen Jahres geplant

Die offizielle Gründungsveranstaltung für die in diesem Jahr neu gegründete Stiftung ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Bis dahin werden die strukturellen Voraussetzungen für die Arbeit der Stiftung abgeschlossen sein, damit die "Winter Stiftung für Rechte der Natur" ihre Arbeit im Sinne der satzungsmäßigen Ziele aufnehmen kann.

Kontakt:

Gesa Heinrich, Projektsteuerung HAUS DER ZUKUNFT, T. 040-4907 1204,
heinrich@haus-der-zukunft-hamburg.de, www.haus-der-zukunft-hamburg.de, www.rechte-der-natur.de

Stefanie Hauer interviewt Dr. Georg Winter, den Pionier umweltbewusster Unternehmensführung. Das Interview leitet die Podcast-Reihe ein, die Produzentin und Moderatorin Stefanie Hauer "Planetary Business" nennt. Schutz der Umwelt oder starke Wirtschaft? Stefanie Hauer beweist sachkundig mit Ihren Gästen, dass Beides vereinbar ist. Unter dem Motto "Lasst uns voneinander lernen" bringt die Initiatorin der Reihe zahlreiche positive Praxis-Beispiele aus den Unternehmen, die schon seit langem oder heute einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, ans Licht. Auf der Suche nach Vorbildern, die wirtschaftlichen Erfolg und Ressourcenschutz miteinander verbinden, entdeckt Stefanie Hauer immer wieder richtungsweisende Unternehmen, und sie führt mit ihnen Gespräche, die Mut machen. Hören Sie selbst, wie Dr. Georg Winter schon seit den 1970er Jahren sein Unternehmen am Umweltschutz ausrichtet und eine Bewegung umweltorientierter Unternehmensführung in Deutschland und der Welt verbreitet. https://planetary-business.org/podcast/

Unterzeichnen Sie, wie das HAUS DER ZUKUNFT, den Offener Brief von Environmental Justice Foundation EJF https://act.ejfoundation.org/de/blue-carbon 
Der Ozean stützt unser Klimasystem und sorgt dafür, dass unser Planet bewohnbar bleibt: Er ist das „blaue Herz“ unserer Erde. Doch marine Lebensräume spielen kaum eine Rolle, wenn es um ihre Einbettung in die Klimapolitik geht.
Ein gesunder Ozean ist im Kampf gegen die globale Erwärmung entscheidend. Wir fordern unsere Entscheidungsträger*innen auf, die Rolle des Ozeans sowie des "blauen Kohlenstoffs" für die Bewältigung der Klimakrise anzuerkennen.
Die Wiederherstellung und der Schutz mariner Lebensräume müssen parallel zu einer ehrgeizigen Politik hin zur vollständigen Dekarbonisierung in allen Sektoren erfolgen.
Unsere Forderungen:
1. Aufnahme spezifischer, rechtlich bindender Ziele zum Schutz und zur Wiederherstellung von Gebieten, in denen blauer Kohlenstoff vorkommt, in die nationalen Pläne für die Implementierung der Klimaschutzziele;
2. Verpflichtung zum 30x30 Ozeanschutzplan und Schutz von 30% des Ozeans in Form ökologisch repräsentativer Meeresschutzgebiete bis 2030;
3. Vereinbarung eines internationalen Moratoriums für den Tiefseebergbau, um die Tiefsee vor irreversiblen, großflächigen Schäden zu schützen.